Sonntag, 20. November 2011

SORRY!!!

Es tut mir leid, aber in letzter Zeit habe ich ziemlich viel Stress und finde keine Zeit in Ruhe Bilder von meinen neuen Kreationen zu machen. Allzu viele neue Sachen gibt es leider auch noch nicht, da ich momentan einfach nicht dazu komme. Ich hoffe sehr, dass sich das Anfang nächsten Jahres ändern wird.

Eine Sache ist mir allerdings wichtig und deswegen poste ich das mal eben. Ich habe gestern im Fernsehen einen Bericht zum Thema Plastik gesehen und ich war schockiert!

Man lebt so vor sich hin, denkt vielleicht sogar noch, dass man auf die Umwelt achtet (weil man mit der Bahn zur Arbeit fährt oder Bio-Lebensmittel kauft) - aber an viele Dinge hat man sich einfach schon so gewöhnt, dass man gar nicht mehr drüber nachdenkt was das eigene Verhalten für die Umwelt bedeutet:

Einige interessante Fakten aus dem Buch Plastic Planet:

  • Mit der Menge an Kunststoff, die in den letzten 100 Jahren produziert wurde, könnte man den Erdball mit sechs Schichten Plastikfolie überziehen. Ca. 240 Millionen Tonnen kommen jährlich hinzu – ein Viertel davon allein aus europäischen Betrieben.
  • Plastik verrottet kaum, bzw. nur sehr langsam. Da aber viele Wegwerfartikel aus Plastik bestehen, ergibt sich zwangsläufig ein Entsorgungsproblem. Immer mehr reichert sich der Stoff in der Natur an. Grundwasser und Böden werden zunehmend von winzigen Plastikteilchen durchsetzt.
  • In den Weltmeeren findet man inzwischen 6- bis 10-mal mehr Plastik als Plankton. Durch die Meeresströmungen verteilt es sich in allen Weltmeeren und erreicht auf diese Weise jeden Winkel der Erde.
  • Der so genannte subarktische Meereswirbel südöstlich von Hawaii gilt inzwischen als die größte Müllhalde der Welt. Auf einer Fläche 4-mal so groß wie Deutschland treiben 3 Millionen Tonnen Plastikmüll im Kreis und werden durch Sonne, Wind und Wellen in kleinste Partikel zerrieben. Nach einer Studie der UNEP kommen dort bis zu 18.000 Kunststoffteile auf einen Quadratkilometer Meeresfläche. Auch im Atlantik existieren ähnliche Müllstrudel.
  • Jedes Jahr verenden ca. eine Million Seevögel und 100.000 Meeressäuger aufgrund von Plastikteilen im Verdauungstrakt – darunter Albatrosse, Schildkröten, Robben, Fische und Krebse.
  • Kunststoffe gelangen über die Nahrungskette früher oder später auch auf unseren Teller! Neben toxischen Zwischenstufen beim biochemischen Abbauprozess von Plastik geht die größte Gefahr vor allem von den Additiven in Kunststoffen aus, wie beispielsweise Weichmachern, Farbstoffen oder Flammschutzmitteln. Diese können gar über bloßen Hautkontakt in den Körper gelangen und sind bereits heute im Blut praktisch aller Menschen nachweisbar.
  • Bisphenol-A (BPA), der Grundstoff von Polykarbonat-Kunststoffen und Kunstharzen, ist mit einer Jahresproduktion von ca. 3 Millionen Tonnen eine der wichtigsten und meistproduzierten Chemikalien der Welt. Bisphenol-A steht - ebenso wie die als Weichmacher verwendeten Phtalate - im Verdacht, schon in kleinen Mengen erbgutschädigend und hormonähnlich zu wirken, sowie Entwicklungsstörungen, Krebs, Unfruchtbarkeit und Allergien zu verursachen.
(Zitat: http://www.eu-umweltakademie.eu/aktuelles/gesundheit/news-inhalt/article/plastik-zu-risiken-und-nebenwirkungen-fragen-sie-ihren-arzt-oder-apotheker/ )

Natürlich hat man schon einmal von ein paar Dingen gehört, aber denkt man wirklich drüber nach und nimmt das Thema ernst? Oder geht man nach der Arbeit schnell mal einkaufen, weil der Tag so stressig war und man Hunger und sowieso keine Zeit hat und kauft einfach irgendwas (OHNE darüber nachzudenken, dass man gerade die Zerstörung der Umwelt fördert, indem man Jogurt im Plastikbecher, Nudeln aus Plastiktüten, Marmelade aus Plastikbechern, Süßigkeiten aus Plastiktüten, Reis direkt aus einem Kochbeutel, Wasser aus PET-Flaschen kauft und zu allem Überfluss das Ganze schnell in eine Plastiktüte packt)?

Mir ging es ja nicht anders. Aber ich finde es wichtig, dass man sich darüber bewusst wird, dass unser Konsumverhalten was verändern kann. Wenn keiner mehr diese Artikel kauft werden auch keine mehr produziert. Natürlich benötigen wir diese Dinge, ich bin auch nicht der Mensch, der auf das alles verzichten wollen würde, aber man kann schon einmal nach links und rechts schauen und sich überlegen, ob man die Marmelade im Glas oder im Plastikbecher kauft. Oder ob man in Plastik eingeschweißte Wurst kauft oder lieber zum Metzger oder zur Fleischtheke geht.

Wie ihr merkt hat der Bericht mich echt nicht kalt gelassen. Besonders geschockt hat mich die Tatsache, dass viele Kinderspielzeuge aber auch Schnuller und Trinkflaschen krebserregende Stoffe enthalten. In was für einer Welt leben wir eigentlich? Welcher Konzernchef kann denn damit leben, Dinge zu produzieren, die Kindern Schaden zuführen? Anscheinend viele!

Ich habe mir vorgenommen, ab sofort darauf zu achten was ich kaufe und zu überlegen welche Alternativen es geben könnte. Ich werde euch hier auf dem Laufenden halten. Vielleicht denkt ihr ja auch einmal drüber nach!
Oder was meint ihr zu dem Thema??

Überlegt einfach mal was bei euch alles aus Plastik ist!